Problem AIDS

Die ländliche Bevölkerung Sambias zählt zu den ärmsten des afrikanischen Kontinents. Sambia ist insbesondere von einer hohen Sterblichkeitsrate durch den HI-Virus betroffen. 45% der Bevölkerung in Sambia sind unter 15 Jahre alt. Es gibt rund eine Million AIDS-Waisenkinder. Das Ausmaß der verheerenden Epidemie hat auch auf das Bildungswesen katastrophale Auswirkungen. Zunehmend mehr Kinder müssen die Schulen abbrechen, um ihre an AIDS erkrankten Eltern zu pflegen. Sie müssen sich auch um ihre Geschwister und den Lebensunterhalt zu kümmern. Mehr als 1300 Lehrer starben 1998 an AIDS.

Orientierung an Bedürfnissen
Die Maxime des Capstone Projektes bei der Lehrplanentwicklung ist die Berücksichtigung der örtlichen Bildungsbedürfnisse und sozial-kulturellen Gegebenheiten der Bevölkerung.

Arbeitsbücher
Das Capstone Bildungsprogramm arbeitet derzeit an einem einjährigen Lehrplan für die Altersgruppe der 12-16jährigen. Zielgruppe sind dabei Jugendliche, die keine höhere Schule absolvieren konnten. Die ersten drei der 18 geplanten Arbeitsbücher wurden bereits entwickelt und veröffentlicht. Das "soziale Lernen" ist wichtiger Bestandteil des Lehrplans. Hiermit werden gute Voraussetzungen geschaffen, dass sich die Schüler zu aktiven und produktiven Mitgliedern in ihrer Gemeinschaft entwickeln. Die Erfahrung zeigt, dass sich Fähigkeiten aus folgenden Elementen zusammensetzen: Wissen, Fertigkeiten, entsprechende Einstellungen, Verstehen von Konzepten und die Anwendung universeller Prinzipien auf Alltagsprobleme.

Ehrenamtliche Tutoren
Mittlerweile unterrichten zehn ehrenamtliche Tutoren 130 Kinder und Jugendliche vor Ort in ihren ländlichen Dorfgemeinschaften

Daten & Fakten

Capstone Ausbildungsprogramm

Ort: 60 km außerhalb von Lusaka, Sambia

Ziel: Erhöhung der Einschulungsquote im Sekundarbereich. Entwicklung von Lehrplänen und Arbeitsbüchern.

 

 

 

Bryson Habbenzu-Haamwenda: "Der für mich wertvollste Capstone-Kurs war über Hygiene. Denn seitdem ich mich regelmäßig wasche und mein Haus putze bin ich viel seltener krank“.